Latein - Projekte & Veranstaltung

2000 Jahre Ovid
Den im Jahre 17 n. Chr. verstorbenen römischen Dichter Ovid ehrte das Reuchlin-Gymnasium mit einer gemeinsam von den Fachschaften Latein, Musik und Kunst vorbereiteten Feier.
Im ersten Teil der Veranstaltung standen Leben und Werk Ovids im Mittelpunkt. Der 43 v. Chr. geborene Dichter entdeckte schon als junger Mann seine Begabung und Leidenschaft für die Poesie, sein umfangreiches Werk beschäftigt sich in erster Linie mit dem Thema Liebe, er selbst bezeichnete sich als lusor tenerorum amorum, also einen, der sein dichterisches Spiel mit zärtlichen Liebesdingen treibt.
Dass diese Begeisterung für Poesie und das Thema Liebe auch in Verbindung zur Tragik seines Lebens steht und mit zu seiner Verbannung aus Rom durch den Kaiser Augustus nach Tomi ans Schwarze Meer führte, wo er schließlich starb, ohne sein geliebtes Rom je wiedergesehen zu haben, wurde von Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse gezeigt. Mit Hilfe von Bildern alter Meister präsentierten sie Details aus Ovids Leben und Werken, unterbrochen von Spielszenen zu ausgewählten Metamorphosen. Musikalisch und künstlerisch wurden diese eingerahmt von Beiträgen, die Robert Aichner mit Musikern der 10. und 11. Klasse vorbereitet hatte, und Bildern zu den Metamorphosen, die im Kunstunterricht von Thomas Wiedemann entstanden waren.
Den zweiten Teil des Abends bildete ein Vortrag von Prof. Niklas Holzberg. Humorvoll zeigte er dabei so manche Schwierigkeiten der Übersetzer mit der Übertragung von oft durchaus unverhüllt erotischen Szenen im Werk Ovids ins Deutsche auf. Wegen der in der Vergangenheit enger gezogenen Grenzen der Offenheit beim Thema Liebe und Erotik führten die Versuche, diese Aufgabe zu meistern, besonders bei älteren Übersetzungen häufig z.T. zu unfreiwilliger Komik.

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