Erinnerungsrundgang zum 80. Todestag von Josef Gunzenhäuser

Dr. Josef Gunzenhäuser, der von 1906 bis 1915 auf unsere Schule ging, wurde am 1. Juli 1942 im Rahmen der antisemitischen Politik des NS-Regimes im Ghetto Theresienstadt durch systematischen Medikamenten- und Nahrungsentzug ermordet. Seit zwei Jahren gibt es für ihn im Schulhof des Reuchlin-Gymnasiums ein Erinnerungszeichen. Doch wo und wie lebte die Familie von Josef sowie der anderen jüdischen Schüler unserer Schule zwischen 1900 und der Zeit der Vertreibung durch die Nationalsozialisten? Was erinnert an sie heute und wie können wir uns an sie erinnern? Um diese Fragestellungen ging es auf einem Rundgang, der von drei Schülerinnen und Schülern aus der 9. Jahrgangsstufe, Nikita Bachmann, Sophie Fichtner und Lina Ndah, geführt wurde. Sie stellten die Lebenswege sehr eindrucksvoll dar. Ihre Vorträge wurden von historischen Fotos unterstützt, die die Rundgangsteilnehmer*innen auf bereitgestellten iPads individuell ansehen konnten. Das interessierte Publikum aus Schülerinnen, Lehrkräften, Teilnehmerinnen des P-Seminars Geschichte 2019-21, die vor zwei Jahren das Erinnerungszeichen an unsere Schule holten, sowie aus weiteren erwachsenen Gästen war durchwegs beeindruckt von dieser Form der Geschichtsvermittlung und wünschte sich, dass diese Rundgänge unbedingt wiederholt werden sollten.

Markus Schirmer

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