Aktuelles

Wechsel an der Spitze des Vereins der Freunde des RG

Das Reuchlin-Gymnasium dankt Dr. Bernhard Wittmann, der nach über 25 sehr erfolgreichen Jahren als Vorstand des Vereins der Freunde des Reuchlin-Gymnasiums das Amt Mitte Mai an Sibylle Wirth weitergegeben hat. Unser Verein sucht wieder verstärkt nach Mitgliedern!

Der Mitgliedsbeitrag beträgt demnächst neu 30 Euro im Jahr.

Louis Marandet zu Gast am Reuchlin-Gymnasium

Am 28.3.2022 besuchte Louis Marandet, Sprach- und Bildungsattaché, den Französischunterricht der 10., 11. und 12. Klassen. In den 10. Klassen informierte uns Herr Marandet zunächst ausführlich über die anstehende Wahl in Frankreich und erläuterte die Kandidaten und deren politische Ausrichtung. Im anschließenden Gespräch beantwortete er viele Fragen zu Frankreich und der französischen Sprache.

Leonie Mödl, 10a

Auch in den Kursen der Oberstufe waren die Wahlen in Frankreich das zentrale Thema. Schülernah präsentierte Herr Marandet die wichtigsten Fakten, um dann mit den Lernenden in Kleingruppen auf Französisch zu diskutieren. Zuletzt konnten sie auf ihren Tablets die französische App „Elyze“, eine Art Wahl-O-Mat, ausprobieren. Merci pour votre visite enrichissante, monsieur Marandet!

Diana Kulzer

Einblicke in den Tatort KZ Dachau

So etwas darf nie wieder passieren!

Da die Dachau-Exkursion der 9. Klassen letztes Jahr coronabedingt ausfallen musste, besuchten am 21. März 2022 die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen gemeinsam die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Dachau. Nach unserer Ankunft sahen wir uns zunächst eigenständig die Dauerausstellung im ehemaligen Wirtschaftsgebäude an. So konnten wir bereits einiges darüber erfahren, welche Bevölkerungsgruppen in diesem Konzentrationslager gefangen waren und wie ihr Alltag dort aussah. Es handelte sich bei den Gefangenen größtenteils um politische Gegner der Nationalsozialisten und ausschließlich um Männer. Besonders Ausstellungsstücke wie Häftlingsuniformen und die detailreiche Erläuterung der gängigen Bestrafungsmethoden haben bei vielen von uns einen bleibenden, schockierenden Eindruck hinterlassen.

Anschließend haben sich die Klassen zu Führungen über das Gelände versammelt. Deren Leitmotiv war es, den Weg eines Häftlings von der Verhaftung bis zum Tod zu begleiten. Der wiederkehrende Gedanke während der gesamten Führung an diesen namenlosen Häftling ließ alles, was wir erzählt bekommen haben, um einiges realer erscheinen. Gleich zu Beginn haben wir über die strengen Rituale zur Inhaftierung, wie die grobe Ganzkörperrasur, das Ersetzen der Namen durch Nummerierung und weitere Schikanen gesprochen.

Die Toraufschrift „Arbeit macht frei“ war für jeden Neuankömmling gut zu lesen und deren Fehlinterpretation durch die neuen Gefangenen von den Lagerbetreibern fest eingeplant. Wer dachte, dass man nur hart genug arbeiten müsse, um bald wieder in Freiheit leben zu können, hatte sich getäuscht. Der Zweck des Dachauer Konzentrationslagers war, zunächst ab März 1933 politische Gegner der Nationalsozialismus „zu brechen“ und ab Kriegsbeginn 1939 die Ausbeutung der Arbeitskraft der Insassen durch die SS bis zum Tod.

Weiter ging es für uns in den Baracken, wo wir einiges zum alltäglichen Leben und Arbeiten der Menschen in Erfahrung bringen konnten. Dort konnten wir auch einen klaren Vergleich ziehen, zwischen der schonungslosen Sicht von damaligen Gefangenen in Form von Zeichnungen – neben den NS-Propaganda Bildern, welche genutzt wurden, um die Situation zu verharmlosen und das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung aufrecht zu erhalten. Unter diesen Bildern war auch eine Abbildung von den teils von mehreren Insassen belegten Betten. Doch trotz dieser Fotografien konnten sich wohl die wenigsten von uns beim Rundgang über das große, restliche Gelände, entlang an den Überresten der weiteren Baracken vorstellen, wie viele Männer sich dort aufhielten. Denn diese Zahlen überschreiten trotz aller Verbildlichung die Vorstellungskraft der meisten Menschen.

Leider hatten wir nicht genügend Zeit, um uns die religiösen Gedenkorte näher anzusehen, die nach Schließung des Lagers von verschiedenen Glaubensrichtungen auf dem Gelände erbaut wurden.

Als wir am hinteren Abschnitt des Geländes angelangt waren, ging es für unsere Gruppe gleich weiter zum Krematoriumsbereich und zur Baracke X – für die meisten wohl das Erschütterndste auf dem Gelände. Im Krematorium wurden die Leichen der umgebrachten Häftlinge verbrannt, dies geschah ebenfalls in Baracke X, wo sich zudem eine Gas- und eine Totenkammer befinden. Durch dieses Gebäude zu gehen, das gezielt dafür errichtet wurde, Menschen zu töten und ihre Leichen zu verbrennen, war für alle ein sehr bedrückendes Gefühl, welches weit über alles hinausgeht, was Bücher und Filme über diese grauenhaften Taten in uns auslösen.

Auf der Rückfahrt im Bus waren wir uns alle einig: Es war eine, wenn auch sehr bedrückende und deprimierende, wichtige Erfahrung für alle von uns. Denn mit keinem noch so guten Schulbuch ist es möglich, eine so prägende Erfahrung zu machen, welche dafür sorgt, das gewonnene Wissen nicht mehr zu vergessen. Denn so etwas darf nie wieder passieren.

Antonia Weigel, 9c

Shoppen ohne Ende

Shoppen am Reuchlin – Kein Problem!

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Der Shop befindet sich in Zukunft unter „Service“.

Das Reuchlin hilft!

„Das Reuchlin setzt ein Zeichnen gegen den Krieg“

Am 23.3.2022 trafen sich Schüler:innen des Reuchlin-Gymnasiums, um gemeinsam ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine und gegen den Krieg zu setzen.

Die Fotoaktion sollte auf die bereits laufende Hilfe in der Paul-Wegmann-Halle, die unter Leitung und Koordination von Felix Schweiger läuft, aufmerksam zu machen.  Seit Mitte März helfen bereits freiwillige Schüler:innen der 10. und 11. Jahrgangsstufe dort aus und betreuen vor allem Kinder, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen mussten.

Die Fotoaktion soll auch den Auftakt für eine Reihe weiterer Aktionen sein. So werden Spendenaufrufe und zusätzliche Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche mit festen Aktionen in Kürze folgen.

Wer Interesse hat, sich ebenfalls für die Flüchtenden zu engagieren und in der Paul-Wegmann-Halle mitzuhelfen, kann sich auf Mebis in den Ordner „RG Ukrainehilfe Schweiger“ mit dem Einschreibeschlüssel „Ukraine“ einloggen. Dort finden sich weitere Informationen und Hinweise.

Der Kleine Prinz

« Toutes les grandes personnes ont d´abord été des enfants. (Mais peu d´entre elles s´en souviennent.) »

Alle großen Leute waren früher Kinder. (Aber nur wenige von ihnen erinnern sich daran.)

Antoine de Saint-Exupéry

Genau das durften wir mit eigenen Augen erleben und verstehen, als wir uns am Dienstag, den 08.02.2022, das Theaterstück „Le petit prince“ von Antoine de Saint-Exupéry angesehen haben. So wurden wir auf spielerische Art und Weise zu einer kleinen Reise auf andere Planeten eingeladen, um dort dem kleinen Prinzen zu begegnen, mit dem wir viel über Freundschaft, die Leichtigkeit des Lebens und natürlich über die komischen „großen Leute“ mit ihren Eigenarten lernten. Auch durch den praktischen Kontakt zur französischen Sprache konnten noch einmal besondere Erfolgserlebnisse entstehen, wenn uns wieder einmal bewiesen wurde, was für tolle und einzigartige Möglichkeiten Französisch auch außerhalb des Klassenzimmers bietet. Die Originalsprache des Theaterstücks machte es umso schöner, den kleinen Prinzen durch all seine Gedanken, Sorgen und Hirngespinste zu begleiten, der mit seiner kindlichen Unbeschwertheit und Naivität oft zum Grinsen und Wohlfühlen einlud. Diese Atmosphäre wurde noch einmal durch die kreative Inszenierung der vier Schauspieler_innen der Compagnie de Théâtre DLM verstärkt. Dabei schlüpften die Darsteller_innen mit Hilfe von Marionetten und einem Beamer in die verschiedensten Rollen und brachten so besonders viel Dynamik auf die Bühne. Mit diesem Theatererlebnis wurden wir vollkommen aus unserem doch manchmal tristen Corona-Alltag herausgeholt und für einen Moment in eine ganz andere Welt entführt, was so manche Augen leuchten ließ.

Amelie Michaelis

Holocaust-Gedenktag

Bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben, die von der verbrecherischen Zeit der Nationalsozialisten berichten können. Andere Formen des Gedenkens müssen gefunden werden. Damit sich die Vergangenheit nicht wiederholt, begaben sich am 27. Januar einige Schülerinnen und Schüler des Reuchlin-Gymnasiums auf eine Zeitreise ca. 100 Jahre zurück in die Geschichte unserer Schule.

Der Rundgang zu den Wohnungen ehemaliger jüdischer Schüler, die zwischen 1900 und 1929 unsere Schule besuchten, wurde von vier Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen geplant und durchgeführt. Sie konnten auf die umfangreiche Vorarbeit des P-Seminars Geschichte 2019-2021 zurückgreifen.

Die Führung startete am Erinnerungszeichen für Josef Gunzenhäuser im Pausenhof der Schule. Dieser ehemalige Schüler starb im Sommer 1942 im Ghetto Theresienstadt an Nahrungs- und Medikamenten-entzug. Im Verlauf der Veranstaltung lernten die Schülerinnen und Schüler insgesamt 12 ehemalige jüdische Schüler und deren teilweise sehr tragische und bewegende Schicksale kennen. Den Vertriebenen und Ermordeten wurde durch den Rundgang ein Gesicht gegeben. An den Wohnhäusern der Familien wurde klar, dass es sich hier nicht um abstrakte Vorgänge an fernen Orten handelte. Auf historisch wichtige Orte wie beispielsweise den ersten israelitischen Betsaal in der Wohnung der Schüleins in der Milchstraße 9 wurde die Gruppe genauso aufmerksam gemacht wie auf die Synagoge im Rückgebäude der Theresienstraße 23. Während des Vortrags wurden die Schüler nicht nur mit kleinen Rechen-, Rätsel- oder Suchaufgaben gefordert, sondern es gab auch zahlreiche historische Fotos zu bestaunen.

Die Exkursion endete schließlich bei den Stolpersteinen vor der Theresienstraße 28 zum Gedenken an die Familie Luchs. Der ehemalige Schüler Arthur Luchs floh im Frühjahr 1938 zur Familie seiner Schwester nach Palästina. Seine Eltern wurden Opfer des Holocaust.

Nach dem Rundgang haben jetzt alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine konkretere Vorstellung davon, wie es in Ingolstadt war, als die Vertreibung und die NS-Vernichtungspolitik begannen.

Lauren auf dem Berge, 9b

Vor der Fassade der ehemaligen Synagoge

Erfolgreiche Teilnahme an der Mathematik-Olympiade

Zahlreiche Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 bis 11 haben auch dieses Schuljahr wieder an der Mathematik-Olympiade teilgenommen. Im Herbst fanden die erste und zweite Runde des Mathematikwettbewerbs an unserer Schule statt.
Insgesamt sechs Schüler*innen haben sich dabei für die dritte, bayernweite Landesrunde qualifiziert. Die Schulgemeinschaft gratuliert ihnen von Herzen.

Pandemiebedingt findet diese sehr anspruchsvolle dritte Runde ab Jahrgangsstufe 7 digital statt.

Kilian (10a) und Klara Freytag (7a) werden unsere Schule hier vertreten. Wir wünschen den beiden dabei viel Erfolg.

Aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 haben sich Emilia Strobl (5c), Lisa Kratzer, Andrei Fota und Raphael Kunze (jeweils 6b) für die Landesrunde qualifiziert. Diese kann allerdings auf Grund der Corona- Situation nicht, wie sonst üblich, an der Universität in Augsburg stattfinden. Stattdessen durften die Schüler*innen an einem schulinternen Mathe-Workshop teilnehmen, bei dem allgemeine Lösungsstrategien und individuelle Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet wurden, von denen die Schüler*innen in zukünftigen Wettbewerben profitieren können. Belohnt wurden diese Schüler*innen dann mit einem gemütlichen Krapfen-Essen!

Patricia Silberhorn

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