Markhof

Vive l’amitié franco-allemande

Seit März 2021 beweisen zahlreiche SchülerInnen der 9. und einige der 10. Jahrgangsstufe des Reuchlin-Gymnasiums ihre Sprachkompetenzen, indem sie regen Austausch mit ihren Austauschpartnern/innen der Lycée Robert Schuman in Haguenau pflegen. Das auf freiwillige Teilnahme beruhende Projekt, mit dem Ziel, den SchülerInnen motivierende Sprech- und Schreibanlässe in authentischen Gesprächssituationen zu bieten, mündete bald, wie manche unserer SchülerInnen berichten, in einer Freundschaft, die erneut bestätigt, dass die Beziehung zwischen den beiden Ländern eine ganz besondere ist. Ein großes Lob gilt dabei unseren SchülerInnen, die bereits nach nur zwei bis drei Lernjahren großes sprachliches Geschick besitzen! In diesem Sinne: Vive l’amitié franco-allemande! Ein paar Schülerinnen schildern ihre bisherigen Eindrücke wie folgt:

„Ich finde diese Idee, mit französischen Schülerinnen und Schülern schreiben zu können, sehr schön. Nachdem wir uns anfangs noch über E-Mail ausgetauscht haben, sind wir schnell auf komfortablere Wege umgestiegen. Die Antworten kamen schneller und man hatte dadurch mehr Kontakt. Nicht nur, dass sich die Sprache durch das Ganze verbessert, ich habe auch einiges über die Situation in Frankreich erfahren und mich mit der Person fast täglich über interessante Themen unterhalten. Natürlich ist das bis jetzt noch nicht möglich, aber sobald es geht, wollen wir uns auch mal – verbunden mit einem Urlaub o.ä. – treffen.“

Rebecca Frölich, 9b


« Coucou, je suis ta corres ! »
„Das war das Erste, was ich meiner französischen Mailpartnerin geschrieben habe. Sie hat mir direkt geantwortet und das war dann der Beginn eines ständigen Austausches. Meine Mailpartnerin und ich sind zwar mittlerweile von E-Mail auf verschiedene Social-Media-Kanäle umgestiegen, um miteinander zu kommunizieren, aber geändert hat sich seit der ersten Kontaktaufnahme nicht viel. Alle paar Tage schreiben wir uns gegenseitig, tauschen uns aus über die Schule (die in Frankreich übrigens viel länger geht als hier bei uns), Freunde oder auch einfach den Alltag aus. Es ist super interessant zu erfahren, wie gleichaltrige Teenager in anderen Ländern leben, was gleich und was auch komplett anders als in Deutschland ist. Natürlich hat die Mailfreundschaft auch einen schulischen Hintergrund. Indem ich meiner Mailpartnerin auf Französisch schreibe und sie mir auf Deutsch antwortet, verbessern sich unsere Sprachkenntnisse auf jeden Fall. Klar, das funktioniert nicht immer ohne Verständigungsprobleme und es entstehen teilweise lustig gemixte Sätze, teils Deutsch, teils Französisch, manchmal auch noch mit Englisch dabei, aber ich habe definitiv schon viel mehr (auch umgangssprachliche) Wörter gelernt.
Auch schicken wir uns Sprachnachrichten und ich bin im Sprechen allgemein sicherer geworden.
Ich finde diese Möglichkeit der Mailfreundschaften insgesamt sehr positiv und es ist auf jeden Fall die Erfahrung wert!“

Carina von Dahl, 9b

 

„Ich persönlich war am Anfang kritisch eingestellt als ich erfahren habe, dass meine Austauschschülerin schon seit 12 Jahren deutsch spricht, da ich dachte, dass ich mich mit meinen 2-jährigen Französischkenntnissen nicht gut mit ihr verständigen kann. Doch wir haben uns direkt super verstanden. Mittlerweile haben wir über Snapchat und Instagram viel Kontakt und haben auch schon über viele unterschiedliche Themen geredet. Ich bin persönlich überrascht und denke, dass sowohl sie als auch ich durch das Kommunizieren Fortschritte in der Sprache machen werden.“

Lina Bidlingmaier, 9b.

 

Tugba Özdemir

P-Seminar Jüdische Schüler

Würdige Abschlussveranstaltung des P-Seminars „Jüdische Schüler am Humanistischen Gymnasium Ingolstadt“ am 25.02.2021

Nach der Rückkehr der 12. Jahrgangsstufe aus dem Corona-Lockdown konnte Ende Februar die Einweihung der Erinnerungstafel für alle zwölf vertriebenen und ermordeten jüdischen Schüler des Humanistischen Gymnasiums stattfinden. Ursprünglich war die Veranstaltung für den Holocaust-Gedenktag vier Wochen früher geplant gewesen. Die Seminarteilnehmer:innen des P-Seminars Geschichte 2019/21 konnten ihre Recherche- und Erinnerungsarbeit  zu den Lebenslinien der ehemaligen Schüler während des Holocaust zu einem würdigen Abschluss bringen. Unsere Schulleiterin Frau Philipp-Rasch lobte die engagierte und wichtige Arbeit des P-Seminars, die in die Annalen der Schule eingehen werde. So wird mit dieser Tafel im Treppenhaus des Altbaus auch weiteren Schülergenerationen deutlich vor Augen geführt, dass entfernt erscheinende Geschichte Auswirkungen auf konkrete Menschen hier vor Ort hatte. Es liegt an uns hier und jetzt, wie wir heute miteinander umgehen und in welcher Gesellschaft wir morgen leben. Deswegen wollen wir uns klar positionieren: „Für Mitmenschlichkeit, kulturelle Vielfalt und Toleranz“. Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung am 25.02.2021 sowie der Lebenslinien der ehemaligen jüdischen Schüler ist hier zu finden.

Markus Schirmer

Neue Turnhalle

Nach längeren Bauarbeiten wurde 2020 die neue Turnhalle für den Schulbetrieb freigegeben. Sie leistete auch schon im Abitur 2020 gute Dienste

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