Monat: Juli 2022

Die Umweltwoche der 8. Klassen

Jedes Jahr machen sich die 8. Klassen des Reuchlin in die Jugendsiedlung Hochland in Königsdorf bei Bad-Tölz auf. In Arbeitsgruppen sammeln unsere SchülerInnen dabei ganz verschiedene Erfahrungen in der Natur. So erkunden beispielsweise die Kräutergruppen, wie sich aus Kräutern leckere Gerichte oder Kosmetikartikel herstellen lassen. Die Landartgruppen gestalten Kunstwerke aus natürlichen Materialien und die Gruppen „Umweltbaustelle“ helfen Isarrangern bei ihrer Arbeit im und um den Wald. Unsere Reportergruppen besuchen die anderen Gruppen bei ihrer Arbeit und dokumentieren diese z.B. mit Fotos, Artikeln oder Präsentationen.

Außerdem besuchen die SchülerInnen in der Umweltwoche an einem Wandertag entweder das Kloster Benediktbeuern oder begeben sich in einer anspruchsvollen Bergwanderung auf den Rabenkopf.

Der Höhepunkt für die meisten ist jedes Jahr unsere Schlauchboottour.

Der Erdüberlastungstag fiel heuer auf den 28.7.2022. Sämtliche Ressourcen für das ganze Jahr waren an diesem Tag aufgebraucht. Gerade in unserer Zeit, in der wir unserer Natur immer noch viel mehr nehmen als sie uns geben kann, leistet die Umweltwoche einen wichtigen Beitrag, indem sie die SchülerInnen für die Schönheit der Natur sensibilisiert und begeistert.

Alois Mayer

Lebendiger Latein- und Geschichtsunterricht

Führung und Workshop der 6a und c im Kelten-Römer-Museum Manching

Endlich ein Schulausflug! Das ging wohl so manchem der Schüler:innen der 6a und c nach monatelangem coronabedingten Verzicht durch den Kopf, als sie am Donnerstag, den 14. Juli 2022, um 8 Uhr morgens in die Linie 16 in Richtung Manching einstiegen.

Im Kelten-Römer-Museum angekommen erwartete sie schon der Archäologe Markus Strathaus, der sie in die spannende Welt der römischen Legionare – eine Sonderausstellung des Museums, die noch bis November 2022 dort zu sehen ist  – mitnahm. Zunächst konnten sich die Schüler:innen in Kleingruppen selbst informieren und dann ihrer Klasse die Ergebnisse vorstellen, immer auch unterhaltsam unterfüttert mit Wissen durch den Archäologen. Hier konnten die Schüler:innen z.B. die Uniform der römischen Legionare kennenlernen und selbst anprobieren.

Anschließend wurde in der museumseigenen Werkstatt mit der Archäologin Barbara Limmer gehämmert, geklopft, geschnitten und gebastelt: Die Jungen und Mädchen stellten „Phalerae“ her, Metallplaketten am römischen Panzer, die für besondere Leistungen verliehen wurden und die sie dann stolz mit nach Hause nahmen.

Dem Kelten-Römer-Museum Manching verleihen die Klassen 6a und c viele Phalerae für diesen gelungenen Ausflugsvormittag!        

Carolin Hagl

La guerre en Europe – Krieg in Europa

Im Rahmen des Themengebiets „La France, l’Allemagne et l’Europe“ (Frankreich, Deutschland und Europa) beschäftigte sich der Oberstufenkurs Französisch der Q11 auch mit den Anfängen Europas und der ursprünglichen Idee der Vereinigten Staaten von Europa. Der französische Schriftsteller Victor Hugo verwendete bereits 1849 den Begriff anlässlich einer Rede beim Friedenskongress in Paris und appellierte an die Staaten:
« Un jour viendra où la France, vous la Russie, vous l’Angleterre, vous l’Allemagne, vous toutes nations du continent, sans perdre vos qualités distinctes et votre glorieuse individualité, vous vous fondrez étroitement dans une unité supérieure et vous constituerez la fraternité européenne…»
„Der Tag wird kommen, an dem Frankreich, […] Russland, […] England, […] Deutschland, […] alle Nationen dieses Kontinents, ohne ihre speziellen Qualitäten und ihre ruhmreiche Einzigartigkeit zu verlieren, vollständig in einem höheren Ganzen aufgehen und die europäische Brüderschaft bilden werden…“
Inspiriert von Hugos Ideen und aufgewühlt vom Krieg zwischen Russland und der Ukraine gestalteten die Schülerinnen zunächst Plakate, um ihren Wunsch nach Frieden in Europa zum Ausdruck zu bringen.
Doch dies war ihnen nicht genug. Sie wollten ein Zeichen setzen und sich aktiv an der Ukraine-Hilfe beteiligen. Um Spenden zu sammeln, organisierten sie deshalb am 2. Juni 2022 einen Crêpes-Verkauf am Reuchlin. Dem großen Engagement und Einsatz des Kurses ist es zu verdanken, dass 524 Euro eingenommen werden konnten. Gleichermaßen geht der Dank auch an die Reuchlin-Gemeinschaft, die das Angebot gerne angenommen hat. Die Einnahmen kommen sowohl der ukrainischen Willkommensgruppe am RG als auch der Ukraine-Hilfe „vor ort support“ zugute.

Diana Kulzer

Reuchlin-Gedenktag im Rahmen des Wissenschaftsjahres

Wer ist eigentlich Reuchlin? Was hat er uns heute noch zu sagen? Wie können wir seine Ideen weiterführen?
Diesen Fragen näherte sich unsere nach dem Humanisten Johannes Reuchlin benannte Schulgemeinschaft im Laufe dieses Schuljahrs von verschiedenen Seiten an. Am 30. Juni fand schließlich die Präsentation der zahlreichen Ergebnisse in Form des „Reuchlin-Tags“ statt. Damit feierte die Schule innerhalb des großen Rahmens des Wissenschaftsjahres in Ingolstadt den 500. Todestag ihres Namensgebers.
Auf dem vielfältigen Programm standen unter anderem Lieder aus der Zeit Reuchlins, eine Rede über „das und den Reuchlin“ von zwei Abiturienten, eine Lesung aus der Romanbiographie „Ein gefragter Mann“ von Markus Herrmann, verschiedene Filme, die Präsentation der Umgestaltungsideen für die Bibliothek sowie die Verkostung des extra für diesen Anlass gebrauten Reuchlin-Biers. Bei bestem Wetter konnte in der Zauner-Passage auf unseren Namensgeber und seine prägenden Ideen angestoßen werden.
Sonja Schranner

Erinnerungsrundgang

Erinnerungsrundgang zum 80. Todestag von Josef Gunzenhäuser

Dr. Josef Gunzenhäuser, der von 1906 bis 1915 auf unsere Schule ging, wurde am 1. Juli 1942 im Rahmen der antisemitischen Politik des NS-Regimes im Ghetto Theresienstadt durch systematischen Medikamenten- und Nahrungsentzug ermordet. Seit zwei Jahren gibt es für ihn im Schulhof des Reuchlin-Gymnasiums ein Erinnerungszeichen. Doch wo und wie lebte die Familie von Josef sowie der anderen jüdischen Schüler unserer Schule zwischen 1900 und der Zeit der Vertreibung durch die Nationalsozialisten? Was erinnert an sie heute und wie können wir uns an sie erinnern? Um diese Fragestellungen ging es auf einem Rundgang, der von drei Schülerinnen und Schülern aus der 9. Jahrgangsstufe, Nikita Bachmann, Sophie Fichtner und Lina Ndah, geführt wurde. Sie stellten die Lebenswege sehr eindrucksvoll dar. Ihre Vorträge wurden von historischen Fotos unterstützt, die die Rundgangsteilnehmer*innen auf bereitgestellten iPads individuell ansehen konnten. Das interessierte Publikum aus Schülerinnen, Lehrkräften, Teilnehmerinnen des P-Seminars Geschichte 2019-21, die vor zwei Jahren das Erinnerungszeichen an unsere Schule holten, sowie aus weiteren erwachsenen Gästen war durchwegs beeindruckt von dieser Form der Geschichtsvermittlung und wünschte sich, dass diese Rundgänge unbedingt wiederholt werden sollten.

Markus Schirmer

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