Monat: März 2022

Der Kleine Prinz

« Toutes les grandes personnes ont d´abord été des enfants. (Mais peu d´entre elles s´en souviennent.) »

Alle großen Leute waren früher Kinder. (Aber nur wenige von ihnen erinnern sich daran.)

Antoine de Saint-Exupéry

Genau das durften wir mit eigenen Augen erleben und verstehen, als wir uns am Dienstag, den 08.02.2022, das Theaterstück „Le petit prince“ von Antoine de Saint-Exupéry angesehen haben. So wurden wir auf spielerische Art und Weise zu einer kleinen Reise auf andere Planeten eingeladen, um dort dem kleinen Prinzen zu begegnen, mit dem wir viel über Freundschaft, die Leichtigkeit des Lebens und natürlich über die komischen „großen Leute“ mit ihren Eigenarten lernten. Auch durch den praktischen Kontakt zur französischen Sprache konnten noch einmal besondere Erfolgserlebnisse entstehen, wenn uns wieder einmal bewiesen wurde, was für tolle und einzigartige Möglichkeiten Französisch auch außerhalb des Klassenzimmers bietet. Die Originalsprache des Theaterstücks machte es umso schöner, den kleinen Prinzen durch all seine Gedanken, Sorgen und Hirngespinste zu begleiten, der mit seiner kindlichen Unbeschwertheit und Naivität oft zum Grinsen und Wohlfühlen einlud. Diese Atmosphäre wurde noch einmal durch die kreative Inszenierung der vier Schauspieler_innen der Compagnie de Théâtre DLM verstärkt. Dabei schlüpften die Darsteller_innen mit Hilfe von Marionetten und einem Beamer in die verschiedensten Rollen und brachten so besonders viel Dynamik auf die Bühne. Mit diesem Theatererlebnis wurden wir vollkommen aus unserem doch manchmal tristen Corona-Alltag herausgeholt und für einen Moment in eine ganz andere Welt entführt, was so manche Augen leuchten ließ.

Amelie Michaelis

Holocaust-Gedenktag

Bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben, die von der verbrecherischen Zeit der Nationalsozialisten berichten können. Andere Formen des Gedenkens müssen gefunden werden. Damit sich die Vergangenheit nicht wiederholt, begaben sich am 27. Januar einige Schülerinnen und Schüler des Reuchlin-Gymnasiums auf eine Zeitreise ca. 100 Jahre zurück in die Geschichte unserer Schule.

Der Rundgang zu den Wohnungen ehemaliger jüdischer Schüler, die zwischen 1900 und 1929 unsere Schule besuchten, wurde von vier Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen geplant und durchgeführt. Sie konnten auf die umfangreiche Vorarbeit des P-Seminars Geschichte 2019-2021 zurückgreifen.

Die Führung startete am Erinnerungszeichen für Josef Gunzenhäuser im Pausenhof der Schule. Dieser ehemalige Schüler starb im Sommer 1942 im Ghetto Theresienstadt an Nahrungs- und Medikamenten-entzug. Im Verlauf der Veranstaltung lernten die Schülerinnen und Schüler insgesamt 12 ehemalige jüdische Schüler und deren teilweise sehr tragische und bewegende Schicksale kennen. Den Vertriebenen und Ermordeten wurde durch den Rundgang ein Gesicht gegeben. An den Wohnhäusern der Familien wurde klar, dass es sich hier nicht um abstrakte Vorgänge an fernen Orten handelte. Auf historisch wichtige Orte wie beispielsweise den ersten israelitischen Betsaal in der Wohnung der Schüleins in der Milchstraße 9 wurde die Gruppe genauso aufmerksam gemacht wie auf die Synagoge im Rückgebäude der Theresienstraße 23. Während des Vortrags wurden die Schüler nicht nur mit kleinen Rechen-, Rätsel- oder Suchaufgaben gefordert, sondern es gab auch zahlreiche historische Fotos zu bestaunen.

Die Exkursion endete schließlich bei den Stolpersteinen vor der Theresienstraße 28 zum Gedenken an die Familie Luchs. Der ehemalige Schüler Arthur Luchs floh im Frühjahr 1938 zur Familie seiner Schwester nach Palästina. Seine Eltern wurden Opfer des Holocaust.

Nach dem Rundgang haben jetzt alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine konkretere Vorstellung davon, wie es in Ingolstadt war, als die Vertreibung und die NS-Vernichtungspolitik begannen.

Lauren auf dem Berge, 9b

Vor der Fassade der ehemaligen Synagoge

Erfolgreiche Teilnahme an der Mathematik-Olympiade

Zahlreiche Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 bis 11 haben auch dieses Schuljahr wieder an der Mathematik-Olympiade teilgenommen. Im Herbst fanden die erste und zweite Runde des Mathematikwettbewerbs an unserer Schule statt.
Insgesamt sechs Schüler*innen haben sich dabei für die dritte, bayernweite Landesrunde qualifiziert. Die Schulgemeinschaft gratuliert ihnen von Herzen.

Pandemiebedingt findet diese sehr anspruchsvolle dritte Runde ab Jahrgangsstufe 7 digital statt.

Kilian (10a) und Klara Freytag (7a) werden unsere Schule hier vertreten. Wir wünschen den beiden dabei viel Erfolg.

Aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 haben sich Emilia Strobl (5c), Lisa Kratzer, Andrei Fota und Raphael Kunze (jeweils 6b) für die Landesrunde qualifiziert. Diese kann allerdings auf Grund der Corona- Situation nicht, wie sonst üblich, an der Universität in Augsburg stattfinden. Stattdessen durften die Schüler*innen an einem schulinternen Mathe-Workshop teilnehmen, bei dem allgemeine Lösungsstrategien und individuelle Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet wurden, von denen die Schüler*innen in zukünftigen Wettbewerben profitieren können. Belohnt wurden diese Schüler*innen dann mit einem gemütlichen Krapfen-Essen!

Patricia Silberhorn

Krasses Zeug

Beim Projekttag „Krasses Zeug“, der im Rahmen des schulischen Präventionsprogramms stattfand, beschäftigten sich die Schüler*innen der 6. Klassen einen Vormittag lang mit den Themen Medienkonsum, Mobbing und den möglichen Gefahren des Internets. Auf unterhaltsame und mitreißende Weise erreichte der eingeladene Theaterpädagoge Dirk Bayer mit seinem Workshop-Theater einen direkten Zugang zur Lebenswelt der Schüler*innen. „Es gibt viele, die es versuchen, aber der versteht uns wirklich“, so der Kommentar eines Sechstklässlers bei der Nachbesprechung des Theaterstücks. In der Diskussion über die Themen des Theaters wurde deutlich, dass die Schüler*inne zu vertieftem Nachdenken über ihren Medienkonsum und ihr Verhalten nicht nur im Netz angeregt wurden.
Praktisch und bewegend wurde es dann bei den mit den Mediator*innen durchgeführten Kooperationsspielen, in denen sich die Klassen als Gruppe erleben konnten und auch jede Menge Spaß hatten.

Sabine Heyeckhaus und Patricia Silberhorn

Die deutsch-französische Woche 2022

Crêpe, croissant, café au lait… Für viele sind diese aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken. Und doch hat uns die deutsch-französische Freundschaft um so viel mehr bereichert als diese drei französischen Spezialitäten.

Deshalb hatte die Fachschaft Französisch auch in diesem Jahr anlässlich des deutsch-französischen Tages verschiedene Projekte geplant, um die Beziehungen zu unserem Nachbarland zu feiern. Es wurden Plakate erstellt, die zeigen, wie wichtig und wunderbar die deutsch-französische Freundschaft ist. Mit viel Humor führten uns von Schülerinnen erstellte Podcasts die unzähligen clichés vor Augen, die über Frankreich und Deutschland zu finden sind. Selbstgedrehte Videos erinnerten uns an die vielen Möglichkeiten, die uns eine enge Freundschaft zu Frankreich bietet. Zuletzt durften die Schülerinnen und Schüler dann aus drei Filmen auf der Homepage des Reuchlin-Gymnasiums ihren Favoriten wählen. Die Klassen 8 bis 9 entschieden sich für „Französisch für Anfänger“, die Jahrgangsstufen 10 bis 12 für „Les Misérables – Die Wütenden“. So kamen unsere Französisch-Klassen trotz der Pandemie noch in ganz engen Kontakt mit dem Land ihrer dritten Fremdsprache. Vive l’amitié franco-allemande!

Diana Kulzer

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